Heute veröffentlicht die internationale Klimaschutzorganisation 350.org das Dossier „Tax Their Billions“, einen Bericht, in dem acht Milliardäre als Beispiele für eine Klasse von Superreichen vorgestellt werden, die viel stärker besteuert werden könnte, um Milliarden von Euro einzunehmen. Während sich die Verhandlungsführer am Finanztag der UN-Klimakonferenz (COP29) der kritischen Frage zuwenden, wer zahlt, wird aus dem Dossier deutlich, dass es genug Mittel zur Bewältigung der Klimakrise und Behebung von Klimaschäden gibt, wenn Superreiche effektiv besteuert würden.

Milliardäre aus Deutschland, wie die BMW-Erben Susanne Klatten und Stefan Quandt und die Porsche-Piech Familie sind ebenso vertreten wie ultrareiche Persönlichkeiten wie Bernard Arnault, Jim Ratcliffe und die Batista-Brüder. Das Dossier zeigt, wie sich diese Milliardäre oft davor drücken, ihren gerechten Anteil an den Steuern zu zahlen, während sie überproportional zur Klimakrise beitragen, welche die ärmsten Menschen in den reichen Ländern und in den vom Klima am stärksten bedrohten Ländern trifft.

Außerhalb der UN-Verhandlungen veranstalten Aktivisten eine Reihe von Protesten unter dem Kampagnen-Slogan “Tax Their Billions – Lasst Superreiche für die Lösung der Klimakrise zahlen”. Es wird Guerilla-Ads, Demonstrationen und Straßentheater in Deutschland, Frankreich, dem Vereinigten Königreich und Brasilien geben. Superreiche werden so ins Rampenlicht gerückt und die Regierungen aufgefordert, ihre Milliarden zu besteuern. Diese Aktionen werden die ganze Woche über in den Städten München, Nürnberg, Göttingen, Paris, London und Rio de Janeiro stattfinden.